Glas, Sichtbeton und glatte Böden prägen viele moderne Büroflächen und erzeugen genau die Akustik, über die Teams später klagen. Der Bestand lässt sich jedoch akustisch nachrüsten, ohne Wände zu versetzen oder Decken zu erneuern. Wir beginnen mit einer Messung, die den Ist-Zustand je Raum dokumentiert, und leiten daraus einen Maßnahmenplan mit klaren Prioritäten ab. Gefertigt werden die Absorber anschließend in unserer Manufaktur in Kempten – passgenau auf Formate, Farben und Befestigungssituationen des Gebäudes zugeschnitten, montiert im laufenden Betrieb. Bestehende Mietverhältnisse und Brandschutzauflagen berücksichtigen wir dabei von Anfang an.
Erst messen, dann verbessern – Akustik im Büro objektiv beurteilen
Ob eine Bürofläche akustisch schlecht ist, entscheidet nicht das Empfinden allein, sondern die gemessene Nachhallzeit im Verhältnis zu Raumvolumen und Nutzung. Unsere Messung in Anlehnung an DIN 18041 erfasst je Zone, wie lange Schall im Raum steht, und macht sichtbar, welche Räume tatsächlich außerhalb der Empfehlung liegen. Häufig zeigt sich dabei ein differenziertes Bild – der offene Bereich ist kritisch, einzelne Büros sind unauffällig, der Besprechungsraum liegt deutlich daneben. Auf dieser Grundlage entsteht ein Positionsplan, der Absorberflächen dorthin legt, wo sie rechnerisch wirken, statt Flächen nach Gefühl zu belegen. Das schützt vor Über- wie Unterdimensionierung und macht die Investition begründbar, auch gegenüber Geschäftsführung oder Vermieter. Die fachlichen Hintergründe zur Zielgröße dieser Planung erläutern wir auf der Seite Nachhallzeit reduzieren. Nach der Umsetzung messen wir auf Wunsch nach und dokumentieren die erreichte Verbesserung im Vergleich zum Ausgangswert. Die Messergebnisse bereiten wir so auf, dass auch fachfremde Entscheider die Abweichungen je Raum auf einen Blick erfassen und Budgets gezielt freigeben können.
Nachrüsten im Bestand – Lösungen für vorhandene Decken und Wände
Bestandsgebäude bringen Randbedingungen mit, auf die konfektionierte Standardware selten passt. Abgehängte Rasterdecken, sichtbare Lüftungskanäle, Kühldecken oder denkmalgeschützte Oberflächen verlangen jeweils eigene Befestigungslösungen. Unsere Deckensegel pendeln wir punktuell ab und positionieren sie zwischen Technik und Leuchten; bei Kühldecken weichen wir auf Wand- und Stellflächen aus, damit die thermische Funktion erhalten bleibt. Wandabsorber fräsen wir auf der CNC-Anlage exakt auf Nischen, Pfeiler und Installationsachsen zu, bis zum Großformat von 3000 mal 2000 Millimetern. Das PET-Fiber-Material trägt sich mit 25 Millimetern Stärke selbst, benötigt keine Unterkonstruktion mit Rahmen und bringt nur geringes Gewicht in Bestandsdecken ein. Schwer entflammbar nach DIN 4102 B1 und emissionsfrei erfüllt es die üblichen Anforderungen an Arbeitsstätten. Welche Maßnahmen gegen mithörbare Gespräche zwischen den Plätzen wirken, vertiefen wir auf der Seite Lärm im Büro reduzieren. Bei laufenden Mietverhältnissen dokumentieren wir jede Befestigung, sodass der Rückbau beim Auszug kalkulierbar bleibt und die Elemente am neuen Standort weiterverwendet werden können – ein Punkt, den Facility-Verantwortliche regelmäßig positiv aufnehmen.



















