Für Planer, Facility Manager und Bauherren ist die Nachhallzeit die zentrale Stellgröße der Raumakustik – sie macht aus dem diffusen Befund „zu laut“ eine messbare, normierbare und abnehmbare Größe. Die DIN 18041 nennt Sollwerte je Raumnutzung und Volumen; unsere Aufgabe ist der Weg dorthin. Wir messen den Ist-Zustand vor Ort, berechnen die erforderliche äquivalente Absorptionsfläche und belegen die geeigneten Flächen mit PET-Fiber-Elementen aus unserer Fertigung in Kempten – dokumentiert bis zur Nachmessung als Verwendungs- und Abnahmenachweis. Alle Kennwerte stammen aus eigener Fertigung und sind belastbar dokumentiert.
Nachhallzeit messen und berechnen – die Grundlage jeder seriösen Auslegung
Ausgangspunkt jeder Auslegung ist die Messung im realen Raum, nicht der Katalogwert. Wir erfassen die Nachhallzeit frequenzabhängig in Anlehnung an DIN 18041, denn Räume verhalten sich in tiefen und hohen Lagen unterschiedlich – ein Befund, der über die Wahl und Anordnung der Absorber entscheidet. Aus der Differenz zwischen Ist-Wert und Sollwert der Norm ergibt sich rechnerisch die zusätzlich benötigte Absorptionsfläche für das jeweilige Raumvolumen. Diese Fläche verteilen wir auf Decke, Wände und gegebenenfalls freistehende Elemente, wobei Position und Flächenanteil die Wirkung je Frequenzbereich bestimmen. Das Ergebnis ist ein Positionsplan mit Elementliste, der sich unverändert in Ausschreibung oder Bestellprozess übernehmen lässt. Nach der Montage messen wir nach und stellen Ist und Soll im Bericht gegenüber – für Fördernachweise, Arbeitsschutzdokumentation oder die Abnahme durch den Bauherrn. Wie sich diese Systematik in einer typischen Bestandsfläche konkret anfühlt, zeigt das Anwendungsbeispiel Hall im Raum reduzieren. Auf Wunsch begleiten wir zusätzlich die Abstimmung mit Fachplanern anderer Gewerke, etwa wenn Lüftung oder Beleuchtung dieselben Deckenflächen beanspruchen.
Absorberfläche dimensionieren statt schätzen – Material und Kennwerte
Verlässliche Auslegung braucht verlässliche Materialdaten. Unser Akustik-PET Fiber wird als 25 Millimeter starke, selbsttragende Platte mit rund 4000 Gramm pro Quadratmeter verarbeitet; als abgependeltes Deckensegel mit etwa 200 Millimetern Wandabstand zur Rohdecke absorbiert es nach unseren Messwerten rund 95 Prozent des auftreffenden Schalls, da beide Plattenseiten akustisch wirksam sind. Direkt montierte Wandelemente erreichen entsprechend geringere, aber definierte Werte, die in die Berechnung eingehen. Das Material ist nach DIN 4102 als schwer entflammbar in B1 klassifiziert, emissionsfrei und feuchtigkeitsbeständig – die Datenblätter stellen wir für Brandschutzkonzept und Ausschreibung bereit. Gefertigt wird auftragsbezogen auf CNC-Anlagen bis zum Format 3000 mal 2000 Millimeter, einschließlich Aussparungen für Leuchten, Melder und Technik nach Plan. Für Projekte mit besonderen Anforderungen an große Volumina, etwa Produktionsumgebungen, gelten eigene Auslegungsregeln, die wir unter Hall in der Halle reduzieren gesondert darstellen. Für wiederkehrende Raumtypen – etwa Klassenräume oder standardisierte Besprechungsräume – erstellen wir Typenauslegungen, die sich seriell ausschreiben und über mehrere Gebäude hinweg identisch umsetzen lassen.



















