Nachhall entsteht, wenn Schallwellen von glatten Wänden, Glasflächen und harten Böden immer wieder zurückgeworfen werden. Gespräche verschwimmen, jedes Geräusch bleibt im Raum stehen. Unsere Schallabsorber aus Akustik-PET Fiber nehmen diese Reflexionen auf, statt sie zurückzuwerfen. Das Material besteht aus recyceltem PET, wird in unserer Manufaktur in Kempten auf CNC-Anlagen zugeschnitten und von Hand konfektioniert. Als Deckensegel, Wandabsorber oder Akustikbild montiert, senken die Elemente den Nachhall spürbar – in Büros ebenso wie in Praxen, Gasträumen oder Wohnräumen mit offenen Grundrissen. Auch Flure, Treppenhäuser und Empfangsbereiche lassen sich auf diesem Weg hörbar beruhigen.
Warum Räume hallen und wie Schallabsorber wirken
Harte Oberflächen reflektieren Schall nahezu vollständig. Treffen viele solcher Flächen zusammen, pendelt jedes Geräusch mehrfach durch den Raum, bevor es abklingt – die Nachhallzeit steigt und mit ihr die gefühlte Lautstärke. Poröse Absorber unterbrechen diesen Kreislauf. Unser Akustik-PET Fiber wandelt auftreffende Schallenergie im Faservlies in Wärme um; die 25 Millimeter starken Platten sind selbsttragend und wiegen rund 4000 Gramm pro Quadratmeter. Entscheidend ist weniger das einzelne Produkt als eine richtig dimensionierte Absorberfläche an den richtigen Positionen. Decken wirken in den meisten Räumen am stärksten, weil sie groß und unverstellt sind. Wände ergänzen dort, wo Reflexionen zwischen parallelen Flächen hin- und herlaufen. Wir legen die benötigte Fläche auf Basis einer Messung in Anlehnung an DIN 18041 aus, statt zu schätzen, und fertigen jedes Element passend zum Raum in Kempten. Farben, Formate und Konturen entstehen dabei auf der CNC-Anlage nach Zeichnung, sodass sich die Absorber in die vorhandene Gestaltung einfügen. Auf Wunsch erhalten Sie nach der Umsetzung eine Nachmessung, die den erreichten Wert dem Ausgangszustand gegenüberstellt und die Wirkung der Maßnahme schwarz auf weiß belegt.
Hall gezielt reduzieren – vom Deckensegel bis zum Akustikbild
Abgependelte Deckensegel mit rund 200 Millimetern Abstand zur Rohdecke absorbieren nach unseren Messwerten etwa 95 Prozent des auftreffenden Schalls, weil beide Plattenseiten akustisch wirksam sind. In Räumen mit sichtbarer Haustechnik bleibt die Decke revisionierbar, da die Segel punktuell montiert werden. An Wänden arbeiten wir mit großformatigen Absorbern bis 3000 mal 2000 Millimeter oder mit bedruckten Akustikbildern, die Motive, Logos oder Leitsysteme aufnehmen. Für offene Grundrisse ergänzen freistehende Raumteiler die Flächen und schirmen einzelne Zonen voneinander ab. Das Material ist nach DIN 4102 als schwer entflammbar in Baustoffklasse B1 eingestuft, emissionsfrei und feuchtigkeitsbeständig, sodass es auch in Küchen-, Sanitär- oder Kellernähe eingesetzt werden kann. Von der ersten Begehung über die Planung bis zur Montage begleitet unser Team jedes Projekt mit eigener Fertigung im Rücken; wie eine solche Umsetzung in Arbeitsumgebungen aussieht, zeigt unsere Herangehensweise beim Thema Hall im Büro. Ersatzteile, Erweiterungen und spätere Umzüge der Elemente begleiten wir aus derselben Fertigung, aus der auch die Erstausstattung stammt – kurze Wege und gleichbleibende Qualität inklusive.



















