Ob ein Raum hallt, zeigt bereits ein einfacher Klatschtest – klingt das Klatschen nach, statt trocken zu enden, steht der Schall im Raum. Ursache sind fast immer zu viele harte, glatte Flächen im Verhältnis zum Raumvolumen. Die Lösung besteht darin, einen Teil dieser Flächen absorbierend zu belegen. Mit welchen Elementen das geschieht, hängt vom Raum ab – Deckensegel über Arbeits- und Essbereichen, Wandabsorber an Reflexionsflächen, Akustikbilder dort, wo die Maßnahme zugleich gestalten soll. Jedes Element fertigen wir aus recyceltem PET-Fiber in Kempten.
Wenn der Raum hallt – Ursachen erkennen und Flächen richtig belegen
Nachhall folgt einer einfachen Rechnung aus Raumvolumen und absorbierender Fläche. Hohe Räume mit Fliesen, Glas und verputzten Wänden bieten dem Schall viel Weg und wenig Widerstand, weshalb gerade Altbauten, Neubauten mit Sichtbeton und offene Wohnküchen auffallen. Die wirksamste Gegenmaßnahme liegt fast immer an der Decke, weil sie die größte freie Fläche stellt und Möblierung sie nicht verdeckt. Wo die Decke nicht infrage kommt – etwa bei Stuck, Deckenheizung oder sehr geringer Höhe – übernehmen Wandflächen und freistehende Elemente die Aufgabe. Wie viel Fläche tatsächlich nötig ist, lässt sich seriös nur aus dem Raum selbst ableiten; die physikalischen Zusammenhänge dazu haben wir auf der Seite Hall im Raum reduzieren zusammengefasst. Für gewerbliche Räume messen wir vor Ort in Anlehnung an DIN 18041, für private Räume genügt oft eine Begehung mit Fotos und Maßen als Planungsgrundlage. Bei der Begehung achten wir zusätzlich auf Nebenschauplätze wie Treppenhäuser oder offene Galerien, über die Schall zwischen den Ebenen wandert und den Eindruck im Hauptraum zusätzlich verstärkt.
Was tun bei Hall in Wohnraum, Praxis oder Gastraum
Je nach Nutzung verschiebt sich die passende Lösung. Im Wohnbereich übernehmen bedruckte Akustikbilder die Absorption, ohne dass der Raum nach Technik aussieht – Motive nach Wahl, gedruckt auf 25 Millimeter starkes PET-Fiber, aufgehängt wie ein Bild. In Praxen und kleinen Büros kombinieren wir kompakte Deckensegel mit Absorbern hinter Anmeldung oder Schreibtisch, damit Gespräche verständlich und zugleich diskret bleiben. Gasträume verlangen robuste, farbechte Oberflächen und Formate, die sich in die Einrichtung fügen; wie das gelingt, zeigt unsere Seite zur Akustik im Restaurant. Allen Lösungen gemeinsam ist das Material – schwer entflammbar nach DIN 4102 B1, emissionsfrei, feuchtigkeitsbeständig und aus recyceltem Rohstoff gefertigt. Auf der CNC-Anlage entstehen daraus runde, geschwungene oder wandfüllende Formate bis 3000 mal 2000 Millimeter, von Hand konfektioniert und durch unser Team montiert oder als Selbstmontage-Set geliefert. Vor der Fertigung erhalten Sie Materialmuster und eine Visualisierung der geplanten Elemente im Raum, damit Format, Farbe und Position vor der Bestellung feststehen und bei der Montage keine Überraschungen entstehen.



















