Sprachverständlichkeit entscheidet im Unterricht darüber, wie viel vom Gesagten tatsächlich ankommt. In halligen Klassenzimmern verschmelzen Stimme der Lehrkraft, Stühlerücken und Nebengespräche zu einem Pegel, gegen den beide Seiten permanent ansprechen müssen. Die DIN 18041 setzt für Unterrichtsräume deshalb klare Zielwerte bei der Nachhallzeit an. Unsere Absorber aus recyceltem PET-Fiber bringen Klassenräume auf diese Werte – geplant nach Messung, gefertigt in Kempten, montiert in den Ferien oder an unterrichtsfreien Nachmittagen und ausgelegt für Jahrzehnte Schulbetrieb. Die Elemente halten dem Schulalltag über Jahre stand und bleiben dabei wartungsarm.
Wie sich der Lärmpegel im Klassenzimmer aufschaukelt
Unterricht erzeugt Schall in Wellen – Gruppenarbeit, Wechselphasen, Stühlerücken. Reflektieren Decke und Rückwand diesen Schall ungebremst, hebt sich der Grundpegel, Schülerinnen und Schüler sprechen lauter, und die Lehrkraft erhöht die Stimme, um verstanden zu werden. Über ein Schuljahr summiert sich das zu Stimmbelastung auf der einen und Konzentrationsverlust auf der anderen Seite; Untersuchungen zu Unterrichtsräumen zeigen zudem, dass Kinder in den hinteren Reihen bei langer Nachhallzeit deutlich schlechter verstehen. Der Hebel liegt an zwei Flächen. Die Decke oberhalb der mittleren und hinteren Sitzreihen nimmt den Raumhall auf, die Rückwand verhindert, dass die Stimme der Lehrkraft als spätes Echo zurückkehrt. Beide Flächen belegen wir mit 25 Millimeter starkem PET-Fiber, ausgelegt nach Messung in Anlehnung an DIN 18041. Für die jüngeren Jahrgänge gelten dabei die gleichen Grundsätze wie im Elementarbereich, den wir unter Lärm in der Kita reduzieren gesondert behandeln. Bereits behandelte Pilot-Räume dienen vielen Kollegien als Vergleich im eigenen Haus und machen die Wirkung ohne Fachbegriffe unmittelbar erfahrbar.
Klassenzimmer nach DIN 18041 ausstatten – ohne Eingriff in die Bausubstanz
Schulgebäude aus den Sechziger- bis Neunzigerjahren bringen häufig Waschbetondecken, Linoleum und geflieste Flure mit – akustisch harte Flächen, an denen sich seither wenig geändert hat. Unsere Elemente werden vor diese Flächen montiert, ohne die Bausubstanz zu verändern, was die Abstimmung mit Schulamt und Gebäudemanagement vereinfacht. Deckensegel pendeln wir unterhalb vorhandener Leuchtenraster ab, Wandabsorber verschrauben wir oberhalb der Tafel- und Garderobenzone, wo sie vor Beschädigung geschützt sind. Das Material hält dem Schulbetrieb stand – selbsttragend, stoßunempfindlich, farbecht, absaugbar und nach DIN 4102 als schwer entflammbar in B1 eingestuft, mit Nachweisen für die Bauakte. Sanierungen mehrerer Klassenräume bündeln wir in Ferienabschnitten, sodass zum Schulstart alle Räume nutzbar sind. Kommunen erhalten von uns je Raum eine Vorher-Nachher-Dokumentation der Nachhallzeit als Verwendungsnachweis für Fördermittel. Die fachliche Herleitung der Zielwerte haben wir unter Nachhallzeit reduzieren zusammengestellt. Zeitpläne stimmen wir mit Schulleitung und Hausmeisterei ab, sodass Prüfungsphasen, Ganztagsbetreuung und Vermietungen der Räume durch die Montage nicht berührt werden.



















